Happy me 💛💚 6 Jahre Selbstständigkeit 🥂

Am 10.10.2020 habe ich mein Gewerbe angemeldet. Heute, ziemlich genau sechs Jahre später, sitze ich hier, schaue auf die vergangenen zwölf Monate zurück und frage mich ernsthaft, wie das bitte alles in ein einziges Jahr gepasst hat 🤣

Eine eigene Praxis eröffnet, unzählige Menschen begleitet, Apothekenteams und Unternehmen beraten, Workshops gegeben, auf Bühnen gestanden, Veranstaltungen moderiert, fotografiert, Bücher veröffentlicht, Songs geschrieben, politische Verantwortung übernommen, mich ehrenamtlich engagiert und bin dann auch noch umgezogen. In ein Haus am See.

Und das ist tatsächlich nur die Kurzfassung.

Wer mich kennt, weiß, dass ich unglaublich viele Interessen habe. Dass ich mich für neue Ideen begeistern kann und dass aus einem spontanen Gedanken manchmal schneller ein Projekt wird, als ich „Das könnte man doch mal machen“ aussprechen kann.

Was ich vor sechs Jahren ganz sicher nicht wusste, ist, wie mein Business heute aussehen würde – auch wenn ich mir mal eben schnell übers Wochenende einen 33-seitigen Businessplan für meinen Gründerzuschuss erstellt habe. Das war gut und wichtig. Wichtig, um sich bewusst zu werden, was es braucht, um wirtschaftlich abgesichert zu sein. Wenn ich überlege, wie mein Business konkret in sechs Jahren ausschaut, weiß ich das nicht und das ist ok. Ich habe eine Richtung. Ich habe Ideen, Wünsche und Ziele. Und ich lasse auch unglaublich gerne Dinge entstehen. Go with the Flow eben.

Und wenn ich mir anschaue, was allein in den vergangenen zwölf Monaten alles passiert ist, scheint das für mich ziemlich gut zu funktionieren. Dabei geht es mir gar nicht darum, wie viele Projekte ich umgesetzt habe, an welchen Orten ich unterwegs war oder welche Menschen ich kennenlernen durfte. Wobei ich zugeben muss, dass ich selbst manchmal ganz schön staune, wenn ich anfange aufzuzählen. Viel mehr geht es um all das, was daraus entstanden ist. Um Begegnungen, die berühren. Um Ideen, die plötzlich ein Eigenleben entwickeln. Um Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken. Und um das unbeschreiblich schöne Gefühl, mein Leben weitgehend so gestalten zu können, wie es zu mir passt.

Also, schnapp’ dir einen Kaffee oder Tee. Das hier könnte ein bisschen länger werden ☕😁


Inhaltsübersicht

  1. Eine Praxis. Eine Tür. Und ganz viele Geschichten.
  2. Menschen, Marken und Möglichkeiten
  3. Mikrofon an! Bühnen, Moderation und neue Formate
  4. Bücher, Bilder und viele neue Songs
  5. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verbinden
  6. Ehrenamt: Weil mir manche Themen am Herzen liegen
  7. Ein Haus am See. Viel Farbe. Viele Ideen.
  8. Work-Beach-Balance
  9. Mein perfekter Tag und die Freiheit, ihn zu gestalten
  10. Das verflixte siebte Jahr
  11. Was von sechs Jahren bleibt

Eine Praxis. Eine Tür. Und ganz viele Geschichten.

Am 04.04. habe ich meine Praxis in Wildeshausen eröffnet: Praxis Dani Hildebrand – Verstehen. Verändern. Verkörpern.

Es war ein besonderer Moment, als plötzlich alles seinen Platz hatte. Der Raum eingerichtet war, das Praxisschild hing und aus einer weiteren Idee ein Ort geworden war, an dem Menschen sich begegnen, austauschen und weiterentwickeln können. Dabei begleitet mich die Arbeit mit Menschen natürlich schon länger. Was sich verändert hat, ist die Möglichkeit, sie jetzt auch in meinen eigenen Räumen willkommen zu heißen. Und das finde ich tatsächlich richtig schön.

Denn während ich nach wie vor sehr viel digital arbeite, klingelt inzwischen auch mal jemand an meiner Tür. Oder ich bekomme eine Nachricht von jemandem aus der Umgebung, der von meiner Praxis gehört hat. Manchmal entsteht aus einem Gespräch beim Einkaufen plötzlich eine Verbindung, aus der später eine gemeinsame Begleitung wird. Genau solche Geschichten liebe ich.

In den vergangenen Monaten durfte ich wieder unglaublich unterschiedliche Menschen begleiten. Junge Menschen, die gerade herausfinden, wer sie sind und wohin sie möchten. Familien, die sich und einander besser verstehen wollen. Menschen in der Lebensmitte, die spüren, dass sich etwas verändern darf, aber vielleicht noch gar nicht so genau wissen, was. Manchmal geht es um berufliche Fragen, manchmal um persönliche Beziehungen oder das eigene Selbstbild. Um alte Muster, Entscheidungen, Wünsche und die Frage, wie wir unser Leben so gestalten, dass wir uns darin wirklich wohlfühlen. Dabei arbeite ich mit unterschiedlichen Ansätzen, unter anderem mit Human Design, psychologischer Beratung, Hypnose und DNA-Analysen.

Mich fasziniert immer wieder, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Wie wir denken, fühlen, entscheiden und auf unsere Umgebung reagieren. Und wie viel sich verändern kann, wenn wir anfangen, uns selbst und andere besser zu verstehen.

Es sind oft diese Momente, in denen wir mitten im Gespräch sind und plötzlich etwas passiert. Ein neuer Gedanke, eine Erkenntnis, ein Perspektivwechsel. Manchmal wird gelacht, manchmal fließen Tränen. Und manchmal sitzen wir einfach einen Moment still da, weil gerade etwas “Klick” gemacht hat und die Erkenntnis erst einmal wirken darf.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass Menschen mir ihre Geschichten anvertrauen und ich sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten darf.

Menschen, Marken und Möglichkeiten #EinfachMachen

Neben den persönlichen Begleitungen bin ich nach wie vor unglaublich gerne in Unternehmen unterwegs, entwickle gemeinsam mit Menschen Ideen, arbeite an Marken und begleite Veränderungen. Wobei ich mich immer ein bisschen schwertue, meine Arbeit in eine einzige Schublade zu stecken. Bin ich Unternehmensberaterin? Kreative? Sparringspartnerin? Coach? Dozentin? Ja. Irgendwie alles. 😁 Und tatsächlich kommt es bei meiner Arbeit häufig genau auf diese Mischung an.

Denn manchmal braucht es eben jemanden, der Zusammenhänge erkennt und aus vielen Gedanken eine klare Struktur entwickelt. Manchmal braucht es einen frischen Blick von außen, manchmal eine kreative Idee und manchmal einfach jemanden, der zuhört, die richtigen Fragen stellt und den Mut gibt, die Dinge auch wirklich anzupacken. Ich liebe es, wenn aus einem „Das müssten wir eigentlich mal machen“ irgendwann ein „Komm, wir legen los!“ wird. Oder wie ich gerne sage: “Ab in die Komm-fort-zone!”.

In den vergangenen zwölf Monaten durfte ich wieder mit ganz unterschiedlichen Unternehmen, Apotheken und Teams arbeiten. Ich habe Workshops gegeben, Menschen bei ihrer Positionierung unterstützt, über Führung, Kommunikation, Digitalisierung und Social Media gesprochen und gemeinsam mit Teams Ideen entwickelt, wie sie ihre Zukunft gestalten möchten.

Ein schönes Beispiel war ein Workshop, bei dem sich alles um die praktische Umsetzung von Reels drehte. Wir haben gemeinsam Themen gesucht, Storyboards entwickelt, gedreht, ausprobiert und geschnitten. Am Anfang waren natürlich auch Menschen dabei, die mit Social Media bisher wenig anfangen konnten oder sich vor der Kamera ziemlich unwohl fühlten. Und genau das macht solche Tage für mich besonders. Wenn aus Zurückhaltung Neugier wird. Wenn jemand plötzlich eine Idee hat, auf die vorher niemand gekommen wäre. Wenn gemeinsam gelacht wird, etwas ausprobiert wird und am Ende Ergebnisse entstehen, auf die alle stolz sind. Und wenn die Menschen dann nach Hause fahren und denken: „Hey, das können wir ja tatsächlich selbst!“ Dann hat sich der Tag gelohnt.

Auch mit den Landesapothekerkammern durfte ich wieder zusammenarbeiten und unterschiedliche Fortbildungsformate gestalten. Die Apotheke begleitet mich schon mein ganzes Leben und ich die Apotheken seit 2013. Und ich vergesse bis heute nicht den Moment, als ich das erste Mal ins Backoffice einer Apotheke gegangen bin, und ich finde es nach wie vor faszinierend, wie viele Möglichkeiten in jeder einzelnen Apotheke stecken. Natürlich geht es auch um Social Media, Markenentwicklung und Sichtbarkeit. Und genauso um Führung, Zusammenarbeit, Digitalisierung, Kundenbindung und die Frage, wie sich Apotheken in einer sich verändernden Gesundheitsversorgung positionieren können.

Bei meinen Zukunftswerkstätten für Apotheken geht es deshalb nicht darum, ein paar bunte Ideen an die Wand zu schreiben und anschließend wieder zum Tagesgeschäft überzugehen. Wir schauen gemeinsam darauf, was eine Apotheke ausmacht, welche Stärken sie hat, wie die Menschen im Team zusammenarbeiten und welche Zukunft sie sich wünschen. Und dann überlegen wir, wie wir daraus etwas entwickeln, das im Alltag tatsächlich funktioniert. Ich möchte, dass Menschen nach einem Workshop nicht nur begeistert, sondern auch handlungsfähig sind. Dass sie wissen, wo sie anfangen können, und Lust darauf haben, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen.

Auch an Hochschulen durfte ich wieder als Dozentin tätig sein, und selbstverständlich war ich auf der expopharm unterwegs. Wobei solche Veranstaltungen für mich längst nicht nur fachliche Termine sind. Ich liebe diese Begegnungen, die Gespräche zwischen zwei Vorträgen, das Wiedersehen mit Menschen, die man teilweise schon seit Jahren kennt, und die vielen neuen Kontakte. Manchmal reicht ein zufälliges Gespräch, und plötzlich entsteht daraus Monate später ein neues Projekt. Und manchmal ist es einfach nur ein richtig gutes Gespräch. Und auch das ist wertvoll.

Mikrofon an! Bühnen, Moderation und neue Formate 🎤

Wenn ich über die vergangenen zwölf Monate nachdenke, gehören auch die vielen Bühnenmomente unbedingt dazu. Ich durfte Vorträge halten, Veranstaltungen moderieren, Interviews führen und Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen. Und ich merke immer wieder, wie viel Freude mir das macht.

Ich liebe es, mich in Themen einzuarbeiten, Zusammenhänge zu erkennen und dann gemeinsam mit den Menschen auf der Bühne daraus ein lebendiges Gespräch zu entwickeln. Natürlich gehört Vorbereitung dazu. Manchmal sogar eine ganze Menge. Und die schönsten Momente entstehen häufig spontan. Wenn jemand etwas sagt, worauf ich direkt eingehen kann. Wenn eine überraschende Frage eine ganz neue Perspektive eröffnet. Wenn das Publikum lacht oder plötzlich ganz aufmerksam wird, weil gerade etwas ausgesprochen wurde, das viele beschäftigt.

Für mich darf eine gute Moderation informieren, unterhalten, verbinden und auch mal zum Nachdenken anregen. Und ich freue mich sehr, dass ich inzwischen offiziell bei den Healthcare Speakers gelistet bin, denn mein Feld erweitert sich. Der intersektorale Austausch wird das Gesundheitswesen voranbringen – davon bin ich fest überzeugt. Meine Themen reichen von Wandel und Transformation über Führung, Kommunikation und Selbstführung bis hin zur Zukunft der Gesundheitsversorgung und Prävention.

Auch hier kommt mir meine Vielseitigkeit zugute. Denn ich beschäftige mich nicht nur theoretisch mit diesen Themen, sondern begegne ihnen in meiner täglichen Arbeit immer wieder aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Ein weiteres Projekt, auf das ich mich sehr freue, ist die neue Online-Seminarreihe, die ich gemeinsam mit Mona Deibele entwickelt habe. Wir haben uns auf einem Kongress kennengelernt, als ich moderiert habe und sie einen Impulsvortrag gehalten hat. Was daraus entstanden ist, kannst du hier lesen.

Bücher, Bilder und viele neue Songs. Oder: Wohin eigentlich mit all den kreativen Ideen? 🎶

Es gibt Menschen, die haben ein Hobby. Und dann gibt es mich. 🤣

Fotografie, Schreiben, Gestalten, Musik, Bücher, Podcasts … Ich glaube, meine Kreativität sucht sich einfach immer wieder neue Wege. Und ich bin ziemlich froh darüber, dass ich inzwischen viele dieser Dinge auch beruflich ausleben darf.

Fotografie: Menschen und Geschichten sichtbar machen

Ich war in den vergangenen zwölf Monaten wieder mit meiner Kamera unterwegs. Habe Menschen im Einzelshooting fotografiert, Apotheken und ihre Teams begleitet und auf Veranstaltungen Momente eingefangen. Was ich an der Fotografie besonders liebe, ist dieser Blick auf Menschen.

Ich möchte nicht einfach nur schöne Bilder machen. Ich möchte Menschen zeigen, wie sie sind. Ihre Persönlichkeit, ihre Ausstrahlung, die kleinen Momente dazwischen. Meistens entstehen die schönsten Bilder genau dann, wenn jemand gerade nicht mehr darüber nachdenkt, fotografiert zu werden. Und manchmal braucht es einfach ein bisschen Zeit, ein gutes Gespräch und ein paar gemeinsame Lacher, bis sich jemand wirklich wohlfühlt. Auch das ist für mich ein Teil meiner Arbeit: Menschen zu sehen und ihnen dabei zu helfen, sich selbst zu zeigen.

Mein Verlag: Vom Buch für viele zum Buch für einen Menschen

Auch mein Verlag hat sich weiterentwickelt. Ich veröffentliche weiterhin Bücher, gestalte Inhalte, kümmere mich um Produktion und Versand und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ein fertiges Exemplar in den Händen halte. Wobei es durchaus lustige Momente gibt, wenn ich zwischen Kartons, Versandetiketten und Verpackungsmaterial stehe und mich frage, wann ich eigentlich zur Logistikexpertin geworden bin. 😁

Eine besonders schöne Entwicklung sind meine individuellen Human Design Bücher. Hier verbinde ich gleich mehrere meiner Leidenschaften miteinander: Menschen verstehen, Wissen vermitteln, Zusammenhänge erkennen, schreiben und gestalten. Für jedes Buch beschäftige ich mich intensiv mit einem Menschen, seinem Human Design und den verschiedenen Aspekten seiner Persönlichkeit. Ich schreibe individuelle Texte, bereite komplexe Zusammenhänge verständlich auf und gestalte daraus ein ganz persönliches Buch. Kein Buch gleicht dem anderen. Und das ist für mich das Schöne daran. Dass aus Daten, Wissen, Gedanken und Gestaltung etwas entsteht, das jemand in die Hand nehmen und immer wieder neu entdecken kann. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, neue Perspektiven eröffnet und vielleicht auch dabei hilft, sich selbst ein bisschen besser zu verstehen.

Und plötzlich mache ich Musik!

Wobei „plötzlich“ eigentlich nicht ganz stimmt. Musik begleitet mich schon sehr lange. Früher habe ich viel gesungen, unter anderem im Chor. Als Jugendliche spielte ich Keyboard und auch mal an der Orgel (unvergessen: Bryan Adams “Everything I do” bei meinem Vorstellungsgottesdienst als Konfirmandin).

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich auch wieder intensiver mit eigenen musikalischen Ideen. Ich schreibe Texte, entwickle Ideen, experimentiere mit Musikstilen und nutze KI, um daraus Songs entstehen zu lassen. Es ist ein unglaublich spannender kreativer Prozess. Manchmal habe ich einen Gedanken im Kopf, der mich nicht mehr loslässt, und plötzlich entwickelt sich daraus ein Lied. Manchmal entstehen die Texte aus persönlichen Erfahrungen, manchmal aus Begegnungen und manchmal aus Themen, die mir besonders am Herzen liegen.

So ist beispielsweise auch „#GoRed Get Loud!“ entstanden, den ich als Dani Hildebrand feat. Healthcare Frauen veröffentlicht habe. Text, Idee und Umsetzung stammen von mir. Musik und Gesang wurden mit KI-Unterstützung erstellt, die Stimme basiert auf einem KI-Stimmavatar meiner eigenen Stimme. Seit dem 29. September 2026 ist der Song auf den Streamingplattformen verfügbar.

Daneben gab es neue Podcastfolgen, neue Texte und natürlich immer wieder neue Ideen. Und das Schöne daran ist, dass ich mich gar nicht entscheiden muss, auf welche Art ich kreativ sein möchte.

Manchmal ist es ein Foto. Manchmal ein Text. Manchmal ein Buch. Manchmal ein Song. Und manchmal entsteht aus all dem gemeinsam etwas völlig Neues.

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Weil ich gerne mitgestalte.

Auch mein politisches Engagement hat sich in den vergangenen zwölf Monaten weiterentwickelt. 2024 hatte ich mich für eine Bundestagskandidatur beworben. Es ist damals anders gekommen, und mein Interesse an Politik und mein Wunsch, etwas mitzugestalten, sind geblieben.

Ich beschäftige mich schon lange mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Und gerade durch meine Arbeit mit Unternehmen, Menschen und im Gesundheitswesen bekomme ich immer wieder mit, wie eng diese Bereiche miteinander verbunden sind. Politische Entscheidungen wirken sich auf Unternehmen aus. Wirtschaftliche Entwicklungen verändern unsere Gesellschaft. Und die Frage, wie wir Menschen auch in Zukunft gut versorgen, betrifft uns letztlich alle. Für mich gehört das zusammen. Deshalb habe ich mich in diesem Jahr entschieden, mich noch stärker einzubringen. Im Juni wurde ich zur Vorsitzenden der MIT Oldenburg-Land gewählt.

Ich durfte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken persönlich treffen (zumindest war sie das da noch und ja auch in der Politik gibt viel Wandel), war beim Unternehmertag mit Gitta Connemann, beim MIT-Sommerfest und bei verschiedenen anderen Veranstaltungen. Dabei gab es viele spannende Gespräche, neue Begegnungen und interessante Perspektiven.

Was mich besonders interessiert, ist der Austausch zwischen Menschen, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen und trotzdem an denselben Herausforderungen arbeiten. Ich mag es, Verbindungen herzustellen, Fragen zu stellen und gemeinsam zu überlegen, was wir konkret verändern können. Und ich glaube, dass wir davon insgesamt noch viel mehr brauchen können: Menschen, die miteinander sprechen, sich gegenseitig zuhören und bereit sind, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Ehrenamt. Weil mir manche Themen einfach zu wichtig sind, um nur darüber zu reden. ❤️

Neben meiner beruflichen Arbeit und meinem politischen Engagement gibt es noch einen Bereich, der mich seit Jahren begleitet und der in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls viel Raum bekommen hat: meine Ehrenämter (wobei strenggenommen auch das politische Engagement Teil davon ist).

Healthcare Frauen

Die Healthcare Frauen kenn und schätze ich seit vielen Jahren. Ich liebe dieses Netzwerken sehr. Hier kommen Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens zusammen, bringen ihre Erfahrungen und Perspektiven ein und setzen sich gemeinsam für Veränderungen ein. Seit diesem Jahr bin ich auch im Kommunikationsbeirat aktiv.

Ein Projekt, das uns schon seit mehreren Jahren begleitet, ist die Initiative #GoRed, mit der wir auf die Herzgesundheit von Frauen aufmerksam machen. 2026 haben wir damit bereits rund 40 Millionen Kontakte erreicht. Eine beeindruckende Zahl, hinter der ganz viele Menschen, Ideen und gemeinsame Aktionen stehen. (Am 12. November ist in Berlin die PR Report Awardverleihung – und wir sind auf der Shortlist! Drück uns die Daumen!)

Und weil ich der Meinung bin, dass wichtige Botschaften auf ganz unterschiedlichen Wegen Menschen erreichen können, hat #GoRed inzwischen eben sogar einen eigenen Song. 😁 Am 5. Februar 2027 findet der nächste #GoRed Day statt, und ich freue mich schon jetzt darauf, was wir bis dahin noch gemeinsam bewegen werden.

Let’s be Leaders: Führung und der Umgang mit Krebs

Ein weiteres Projekt, bei dem ich mich engagiere, ist Let’s be Leaders. Hier ging es ursprünglich vor allem darum, Onkologinnen zu stärken und sie auf ihrem Weg in Führungspositionen zu unterstützen. Und natürlich bleibt das wichtig. Gleichzeitig beschäftigen wir uns auch mit der Frage, wie Führung im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung aussehen kann. Denn was passiert eigentlich, wenn jemand im Team an Krebs erkrankt? Wie reagieren Führungskräfte? Wie können sie unterstützen, Orientierung geben und gleichzeitig die Zusammenarbeit im Team gestalten? Und wie ist es, wenn man selbst als Führungskraft betroffen ist?

Das sind Situationen, die unglaublich viel Fingerspitzengefühl erfordern und in denen Menschen oft erst einmal nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Ich finde es wichtig, dass wir auch für solche Themen Raum schaffen und gemeinsam überlegen, wie wir Menschen stärken und ihnen Handlungsmöglichkeiten geben können.

weNetwork health: Gute Versorgung gemeinsam gestalten

Und dann gibt es noch weNetwork health. Eine Initiative, die 2022 begonnen hat und nun einen großen Schritt vorangekommen ist. Am Dienstag bin ich beim Notar und reiche die Unterlagen zur Vereinsgründung ein. Endlich! Wir waren immer aktiv und dennoch die Vereinsgründung war ein langwieriger Prozess. Anfang August haben wir gegründet, ich wurde als 1. Vorsitzende gewählt und in wenigen Wochen können wir unsere vielen Ideen in die Umsetzung bringen.

Falls du noch nichts von weNetwork health mitbekommen hast: Hier beschäftigen wir uns mit einer Frage, die uns irgendwann alle betreffen kann: Was passiert eigentlich, wenn Prävention und Vorsorge nicht mehr ausreichen und wir krank werden? Dann brauchen wir eine gute Versorgung. Menschen, die hinschauen, mitdenken und zusammenarbeiten. Und Strukturen, die im Alltag funktionieren. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei natürlich die Apotheke vor Ort. Denn Apotheken können so viel mehr leisten, als Medikamente abzugeben.

Denken wir beispielsweise an Medikationsanalysen und andere (und bald neue :D) pharmazeutische Dienstleistungen oder die patientenindividuelle Verblisterung, bei der Medikamente so vorbereitet werden, dass sie zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Dosierung eingenommen werden können. Gerade wenn Menschen dauerhaft mehrere Medikamente benötigen, ist es unglaublich wichtig, dass die Versorgung gut aufeinander abgestimmt ist.

Mich beschäftigt dabei immer auch die Frage, wie wir solche Leistungen sinnvoll in bestehende Strukturen integrieren können. Wie können verschiedene Akteure besser zusammenarbeiten? Wie schaffen wir Lösungen, die Patientinnen und Patienten unterstützen, Angehörige entlasten und gleichzeitig für Apotheken und andere Beteiligte wirtschaftlich und organisatorisch funktionieren? Denn eine gute Idee allein reicht häufig nicht. Sie muss auch im Alltag umsetzbar sein.

Und wenn ich auf all diese Projekte schaue, erkenne ich auch hier einen gemeinsamen Gedanken:

Menschen sollen möglichst lange möglichst gut leben können.

Durch Prävention und Vorsorge, durch gute Kommunikation, durch starke Menschen in verantwortungsvollen Positionen und durch eine Gesundheitsversorgung, die auch dann funktioniert, wenn das Leben komplizierter wird. Dafür engagiere ich mich unglaublich gern.

Ein Haus am See. Viel Farbe. Viele Ideen. Und natürlich jede Menge Natur und Ruhe.

Bei all den beruflichen und ehrenamtlichen Themen könnte man fast vergessen, dass es da ja auch noch ein Privatleben gibt. Und auch hier ist in den vergangenen zwölf Monaten einiges passiert. Wir sind umgezogen. In ein Haus am See. (Ich muss da immer sofort an den Song von Peter Fox denken..)

Ein neues Zuhause, ein neuer gemeinsamer Lebensabschnitt und natürlich erst einmal jede Menge Arbeit. Kisten packen, Möbel schleppen, Wände streichen, einrichten, überlegen, was wohin kommt, wieder umstellen und zwischendurch feststellen, dass wir natürlich noch irgendetwas brauchen. Du kennst das sicherlich 😅

Ich liebe es, Räume zu gestalten, Dinge auszuprobieren und nach und nach aus einem Haus unser Zuhause zu machen. Und ich genieße unser gemeinsames Leben sehr. Dazu gehört für mich übrigens auch das Kochen. Egal, wie viele Termine ich habe und wie viel ich unterwegs bin: Wenn ich zu Hause bin, koche ich fast jeden Tag. Ich mag es, frische Zutaten zu verarbeiten, neue Kombinationen auszuprobieren und dabei einfach ein bisschen herunterzukommen. Kochen ist für mich inzwischen eine wunderbare Möglichkeit, zu entspannen. Ich kann kreativ sein, meine Gedanken sortieren, etwas Leckeres auf den Tisch bringen und ernähre mich dabei auch noch gesund. Ziemlich gute Kombination, finde ich 😁

Auch mit meiner Gesundheit und meinem Körper habe ich mich intensiver beschäftigt. Ich habe mich mit DNA-Analysen auseinandergesetzt, nutze inzwischen einen RingConn, um mehr über meinen Schlaf und meine Regeneration zu erfahren, und habe in den vergangenen Monaten zehn Kilo abgenommen. Und ich versuche mich im Yoga. Ich betone: Ich versuche mich! 🤣 Mal sehen, ob wir noch eine richtig große Liebe daraus machen.

Bewegung mag ich nämlich sehr. Allerdings bin ich bisher eher für etwas längere Strecken bekannt. Wer mich kennt, weiß, dass ich schon so einige ausgedehnte Wanderungen hinter mir habe. 120 Kilometer am Stück? Schon gemacht. Burpeemeile? Yes! 1.000 Kilometer in vier Wochen? Auch. Ich liebe diese Art von Herausforderung. Das Unterwegssein, die Gedanken, die beim Gehen entstehen, und dieses Gefühl, irgendwann zurückzuschauen und zu merken, wie weit man eigentlich gekommen ist. Und wenn ich so darüber nachdenke, hat Wandern ziemlich viel mit meinem Leben zu tun.

Du musst nicht immer den gesamten Weg kennen. Manchmal reicht es, loszugehen, neugierig zu bleiben und zu schauen, was hinter der nächsten Kurve wartet. Manchmal wird es anstrengend, manchmal wunderschön. Manchmal läuft es sich ganz leicht, und manchmal ist es Zeit für eine Pause. Und manchmal ändert man unterwegs einfach die Richtung. Kommt mir irgendwie bekannt vor. 😁

Work-Beach-Balance. Oder warum ich inzwischen manchmal am liebsten einfach nur das Meer höre. 🌊

Ich liebe es, unterwegs zu sein. Wirklich. Ich liebe die Begegnungen, die Gespräche, die Veranstaltungen, die unterschiedlichen Orte und diese unglaubliche Abwechslung. Erst letztens war ich wieder drei Tage unterwegs. Am ersten Tag ein Fotoshooting, am nächsten gleich zwei Workshops und am dritten Tag eine Moderation. Drei Tage, völlig unterschiedliche Aufgaben, viele Menschen, viele Gespräche, ganz unterschiedliche Themen. Und ich komme von solchen Tagen immer unglaublich erfüllt zurück.

Ich habe so viele schöne Begegnungen, darf Menschen kennenlernen, mich mit unterschiedlichsten Themen beschäftigen, Impulse geben, Wissen teilen, moderieren, coachen, spiegeln und manchmal einfach nur zuhören. Und dann sind da diese Momente, die gar nicht geplant waren. Ein zufälliges Gespräch beim Bäcker, ein Austausch beim Geschäftsessen oder eine Begegnung auf einem Kongress. Man fängt an zu reden, irgendwie kommt das Gespräch in die Tiefe, und plötzlich geht es um etwas, das den anderen Menschen wirklich beschäftigt. Manchmal kann ich direkt einen Gedanken mitgeben, der etwas verändert. Manchmal entsteht daraus später eine Zusammenarbeit. Und manchmal ist es einfach eine Begegnung, die uns beide auf irgendeine Weise bereichert. Ich finde das unglaublich schön.

Es sind nicht die großen Meilensteine, die mich am meisten bewegen. Es sind diese vielen kleinen Momente, in denen Menschen einander wirklich begegnen.

Ich darf täglich eine kleine Achterbahn der Emotionen erleben. Menschen zum Lachen bringen, manchmal auch zu Tränen rühren. Ich darf unterhalten, Wissen teilen, Mut machen, zuhören und selbst unglaublich viel lernen. Und ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, die Offenheit und die Wertschätzung, die mir dabei entgegengebracht werden. Gerade in einer Welt, in der so viel passiert und manches manchmal ziemlich grau erscheint, schätze ich mein buntes, vielseitiges Leben ganz besonders.

Und gleichzeitig merke ich, dass ich die Ruhe inzwischen nicht nur genieße. Ich brauche sie auch.

Das ist eine Veränderung, die mir in den vergangenen Monaten immer bewusster geworden ist. Ich liebe Musik. Sehr sogar. Sonst würde ich vermutlich auch keine eigenen Songs schreiben. 😁 Aber ich ertappe mich immer häufiger dabei, wie gut es mir tut, wenn einfach mal nichts läuft. Keine Musik. Kein Fernseher. Kein Podcast nebenbei.

Einfach Ruhe.

Früher habe ich vielleicht noch schnell etwas angemacht, während ich dies oder das erledigt habe. Inzwischen merke ich immer öfter, wie schön es ist, mich nur mit dem zu beschäftigen, was ich gerade tue. Ohne zusätzliche Geräusche. Ohne Ablenkung. Ich kann mich dann besser wahrnehmen, meine Gedanken sortieren und irgendwie noch mehr bei mir selbst ankommen. Und besonders gut gelingt mir das am Meer.

Ich war in den vergangenen zwölf Monaten ziemlich oft am Wasser. Manche würden sagen, ich war häufig im Urlaub. Andere sprechen vielleicht von einem Location-Wechsel. 😁 Für mich ist es vor allem ein Ort, an dem ich wunderbar zur Ruhe komme. Ich brauche dort häufig gar nicht viel Programm. Ein bisschen Meer, frische Luft, etwas Leckeres zu essen und ein gutes Buch reichen mir oft schon völlig aus.

Und apropos Bücher: Ich glaube, ich habe in den vergangenen zwölf Monaten so viele gelesen wie in den Jahren davor zusammen. Wobei ich ausdrücklich keine Fachbücher meine. Die liebe ich sowieso. Ich kann mich stundenlang in neue Themen einarbeiten und Wissen aufsaugen. Aber wie wunderbar ist es bitte, wieder einen richtig guten Thriller zu lesen? Oder eine spannende Reihe zu entdecken und dann einen Band nach dem anderen zu verschlingen? Einfach nur, weil ich wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.. und das wichtigste: Ohne dabei ständig zu überlegen, ob ich die Zeit nicht auch irgendwie produktiver nutzen könnte.

Ich genieße das unglaublich und ich merke, wie viel Kraft mir diese ruhigeren Phasen geben. Für mich ist das meine persönliche Work-Beach-Balance. Ich bin gerne mittendrin. Und ich bin genauso gerne zwischendurch einfach mal raus. Beides gehört zu mir.

Mein perfekter Tag. Und warum er tatsächlich ziemlich oft stattfindet. ☕

Eine Frage, die mich schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit begleitet und die ich auch anderen Menschen immer wieder gerne stelle, ist: Wie sieht eigentlich dein perfekter Tag aus? Und noch viel wichtiger: Wie oft lebst du ihn tatsächlich?

Mein Tag startet damit, dass ich morgens ohne Wecker aufwache und dann gibt es erst einmal Kaffee im Bett. Das ist tatsächlich eines meiner liebsten Rituale, und das lebe ich ziemlich konsequent. Zu Hause genauso wie im Hotel. Wobei ich mir natürlich manchmal vorsichtshalber trotzdem einen Wecker stelle. Aber häufig werde ich sogar vorher wach, und dann freue ich mich jedes Mal, dass ich ganz entspannt in den Tag starten kann. Und wenn ich dann noch aus dem Fenster schaue und Wasser sehe, ist eigentlich schon ziemlich viel richtig gelaufen. Am liebsten wäre mir natürlich das Meer. Und inzwischen haben wir ja immerhin einen See vor der Haustür. Also Wasser ist schon mal da. 😁

Und dann darf der Tag gerne abwechslungsreich werden. Vielleicht ein spannendes Gespräch, eine kreative Aufgabe, ein Coaching, ein Workshop, ein bisschen Zeit für neue Ideen. Ich brauche gar nicht jeden Tag dasselbe Programm. Im Gegenteil. Meine Vielseitigkeit gehört zu meinem perfekten Tag dazu.

Ich liebe es, dass ich selbst entscheiden kann, wie ich meine Tage gestalte, wo ich arbeite und mit wem ich zusammenarbeite. Und gerade weil so vieles digital möglich ist, muss ich mich auch gar nicht immer zwischen Arbeit und einem schönen Ort entscheiden. Ich habe in den vergangenen Monaten beispielsweise auch vom Meer aus meine Onlinekurse gegeben und Menschen im 1:1 begleitet. Das finde ich großartig.

Morgens Kaffee mit Meerblick, später ein intensives Gespräch mit einem Menschen, den ich begleiten darf, zwischendurch ein Spaziergang am Strand und abends vielleicht noch ein paar Seiten in einem spannenden Thriller. Ja, so darf ein Tag für mich gerne aussehen.

Dabei habe ich in diesem Jahr noch einmal bewusster darauf geachtet, wie ich meine vielen Ideen und Aufgaben organisiere. Denn so sehr ich meine Vielseitigkeit liebe, so wichtig ist mir inzwischen auch eine gute Struktur. Ich habe unglaublich viel im Kopf. Ideen, Gedanken, Projekte, Aufgaben, Termine und immer wieder Dinge, die ich irgendwann einmal ausprobieren möchte. Und wer mich kennt, weiß, dass ich schon lange sehr strukturiert arbeite.

Und dank KI werde ich darin tatsächlich immer noch besser. Sie ist für mich ein wunderbarer Sparringspartner geworden. Ein Ort, an dem ich Gedanken sortieren, Ideen weiterentwickeln, Aufgaben strukturieren und Zusammenhänge reflektieren kann. Dazu kommt mein Ideenparkplatz, auf dem all die Dinge landen dürfen, die gerade spannend sind, aber nicht sofort umgesetzt werden müssen. Denn eine gute Idee ist ja nicht plötzlich weniger gut, nur weil ich sie nicht heute noch realisiere. Auch wenn mein innerer Ideenmotor das manchmal anders sieht 🤣

Ich arbeite bewusster mit Aufgaben und Erinnerungen im Kalender und schaue genauer darauf, wofür ich gerade Energie habe. Manchmal ist der Kopf voller Ideen, und ich kann stundenlang kreativ arbeiten. Manchmal brauche ich einen ruhigeren Tag, an dem ich kleinere Dinge erledige oder einfach wieder ein bisschen auftanke. Und ich finde, genau dafür sollte unsere Selbstständigkeit doch auch da sein.

Dass wir nicht nur selbstständig arbeiten, sondern auch selbstbestimmt leben können. Ich möchte mein Leben möglichst oft so gestalten, dass ich abends denke: Das war ein richtig schöner Tag. Und tatsächlich gelingt mir das schon ziemlich häufig. Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan. Natürlich gibt es volle Wochen, stressige Phasen und Tage, an denen ich abends einfach nur noch auf die Couch möchte.

Ich habe inzwischen ein gutes Gefühl dafür entwickelt, wann es Zeit wird, etwas zu verändern. Wenn ich merke, dass ich über mehrere Tage oder sogar Wochen nicht mehr richtig fit bin, dass mein Körper sich meldet oder dass mein perfekter Tag zu kurz kommt, dann schaue ich genauer hin. Was ist gerade zu viel? Was braucht mehr Raum? Was möchte ich anders gestalten? Vielleicht muss ich Termine anders planen. Vielleicht ein Projekt verschieben oder mich von einer Aufgabe verabschieden. Vielleicht brauche ich auch einfach mal wieder ein paar Tage am Meer. Denn am Ende zählt für mich vor allem eines:

Dass ich gesund bin. Dass ich glücklich bin. Und dass ich mein Leben genieße.

Ich möchte nicht irgendwann auf ein unglaublich erfolgreiches Business zurückblicken und feststellen, dass für das eigentliche Leben zu wenig Zeit geblieben ist. Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse aus den vergangenen sechs Jahren. Erfolg ist für mich nicht nur das, was ich beruflich erreiche. Erfolg ist auch, wenn ich morgens ohne Wecker aufwache, meinen Kaffee im Bett genieße und mich auf den Tag freue, der vor mir liegt. Und vielleicht magst du dir die Frage ja auch einmal stellen:

Wie sieht dein perfekter Tag aus? Und was könntest du schon heute verändern, damit du ihn ein bisschen öfter erlebst?

Und jetzt? Das verflixte siebte Jahr! 😁

Sechs Jahre Selbstständigkeit liegen hinter mir und jetzt geht es ins siebte. Man sagt ja, in Beziehungen sei das siebte Jahr das verflixte. Keine Ahnung, ob das auch für die Beziehung zum eigenen Business gilt. Ich bin gespannt 🤣

Denn wenn ich eines in den vergangenen sechs Jahren gelernt habe, dann, dass sich unglaublich viel verändern kann. Meine Selbstständigkeit hat sich immer wieder weiterentwickelt. Neue Themen sind dazugekommen, andere haben sich verändert. Aus Ideen wurden Projekte, aus Projekten neue Möglichkeiten und manchmal aus einem einzigen Gespräch eine Entwicklung, die ich vorher überhaupt nicht auf dem Zettel hatte. Und ich bin ziemlich sicher, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Vielleicht werde ich in den kommenden Jahren noch mehr Fokus finden. Vielleicht werde ich mich von manchen Aufgaben verabschieden, um anderen mehr Raum zu geben. Vielleicht entstehen neue Kooperationen, neue Formate oder völlig neue Ideen. Vielleicht werden manche Zyklen zu Ende gehen, weil ihre Zeit einfach gekommen ist. Und vielleicht bleibt mein Business auch einfach wunderbar vielseitig und wandlungsfähig.

Ich finde den Gedanken schön, dass nicht alles heute schon feststehen muss, denn ich mag diese Offenheit. Ich mag es, neugierig zu bleiben, Dinge auszuprobieren, Menschen zu begegnen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

Go with the Flow.

Wobei das für mich übrigens nicht bedeutet, dass ich einfach planlos durch die Gegend laufe und hoffe, dass schon irgendetwas passieren wird. Ich habe Ziele, Ideen, Pläne und inzwischen ziemlich gute Strukturen. Und ich möchte mir eben auch die Freiheit bewahren, unterwegs neue Möglichkeiten zu entdecken und meine Richtung zu verändern, wenn sich etwas anderes stimmiger anfühlt. So wie bei meinen langen Wanderungen. Ich weiß vielleicht, wo ich hinmöchte. Aber was ich unterwegs erlebe, welche Menschen mir begegnen und welche Gedanken dabei entstehen, macht die eigentliche Reise aus. Und manchmal ist es eben auch genau richtig, eine Pause zu machen, die Aussicht zu genießen oder spontan einen anderen Weg einzuschlagen. Für mein siebtes Jahr wünsche ich mir deshalb vor allem eines:

Dass ich weiterhin mit Freude und Begeisterung durchs Leben gehe.
Und dabei immer wieder gut auf mich selbst achte.

Dass ich mich von neuen Ideen anstecken lasse, Menschen berühre, Impulse gebe und gemeinsam mit anderen etwas bewegen darf. Dass ich genügend Raum für Kreativität, Begegnungen und Herausforderungen habe. Und genauso für Ruhe, Meer, Bücher, gutes Essen, gemeinsame Zeit und meinen Kaffee im Bett. Denn ich glaube, genau diese Mischung macht mein Leben so besonders.

Sechs Jahre. Unzählige Begegnungen. Und ganz viel Dankbarkeit. 💛💚

Während ich diesen Artikel schreibe, merke ich, wie viele Geschichten ich eigentlich noch erzählen könnte. Von Menschen, denen ich zufällig begegnet bin und mit denen ich inzwischen eng verbunden bin. Von Gesprächen, die aus einer ganz alltäglichen Situation heraus plötzlich unglaublich tief geworden sind. Von Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und bei denen ich erleben durfte, wie viel ein einziger Impuls manchmal verändern kann. Von Veranstaltungen, auf denen ich lachen musste, bis mir die Tränen kamen. Von Momenten, die mich selbst berührt haben. Und von Begegnungen, nach denen ich mit so viel Energie und Begeisterung nach Hause gefahren bin, dass ich am liebsten gleich das nächste Projekt gestartet hätte.

Ich darf Wissen teilen, Menschen begleiten, unterhalten, moderieren, spiegeln, coachen, zuhören, Ideen entwickeln und manchmal einfach nur im richtigen Moment da sein. Und ich bekomme unglaublich viel zurück. Vertrauen. Offenheit. Wertschätzung. Neue Perspektiven. Inspiration. Und ganz oft einfach dieses wunderbare Gefühl, dass eine Begegnung für beide Seiten bereichernd war.

Wenn ich auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicke, sehe ich deshalb nicht nur Projekte, Veranstaltungen, Veröffentlichungen oder berufliche Entwicklungen. Ich sehe vor allem Menschen.

Und ich weiß, wie viele Entscheidungen, Veränderungen und manchmal auch mutige Schritte mich hierhergebracht haben. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich andere Menschen so gerne dazu ermutige, ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken. Denn manchmal braucht es gar keine riesige Veränderung. Manchmal reicht eine neue Perspektive. Ein Gespräch. Eine Entscheidung. Ein erster Schritt. Und manchmal entwickelt sich daraus etwas, das man sich vorher überhaupt nicht hätte vorstellen können.

So wie damals am 10.10.2020.

Mit einer kleinen Gewerbeanmeldung und einer ziemlich großen Portion Neugier. Heute, sechs Jahre später, bin ich immer noch neugierig. Vielleicht sogar mehr denn je. Ich habe unglaublich viel erlebt, gelernt, ausprobiert, verändert und gestaltet. Und ich bin gespannt, was in den kommenden Jahren noch alles entstehen darf.

Vielleicht ein bisschen fokussierter. Vielleicht mit noch mehr Ruhe. Vielleicht mit ein paar neuen verrückten Ideen. Auf jeden Fall aber mit ganz viel Freude. In diesem Sinne: Prost! Auf sechs wilde, wunderbare und unglaublich lebendige Jahre. Und auf alles, was noch kommen darf 🥂